Große Anzeige in der NOZ

Ein Versuch, sich Gehör zu verschaffen

Es hat sich als nicht immer einfach herausgestellt, unser Anliegen in der Öffentlichkeit zu kommunizieren. Denn leider bringt die örtliche Presse lieber Berichte über die Rettung des Weihnachtssterns auf dem Zerhusen-Silo als über die Frage, warum diese Hafengebäude überhaupt abgerissen werden sollen.

Daher haben wir ein bisschen Geld in die Hand genommen und folgende Anzeige geschaltet:

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NOZ-Anzeige am 11.9.2021
Kleine Geschichte über einen großen Plan
NOZAnzeige1Seite9Sept2021_D.pdf
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Erste Reaktionen

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Ich habe mit großem Interesse Ihre heutige ganzseitige Anzeige in der NOZ gelesen. Als ehemaliger Bohmter und besonders als ehemaliger Logistiker kann ich mich mit dem Gedanken an einen Containerhafen in Oelingen nicht anfreunden und halte die Initiative von HWL für eine gigantische Geldverschwendung.

Da am Ende der Markt entscheidet, ob und wie Container gelagert und bewegt werden, empfehle ich Ihnen, sich einmal mit den führen Logistikunternehmen im Osnabrücker und Ostwestfälischen Raum zu unterhalten und deren Einschätzung der Wettbewerbsfähigkeit des Containerhafens Oelingen gegenüber LKW und Bahn einzuholen. Sie können sich auch mit den Reedereien wie Maersk oder Hapag Lloyd in Hamburg einmal austauschen, wie deren Hinterland Logistik funktioniert.

Und lassen Sie sich einmal die aktuellen Preise nennen, die, die die Kunden bezahlen und die, die die Betreiber solcher Häfen zu managen haben.

Ein weiteres Thema sind die Laufzeiten von und zu den großen Überseehäfen. Wenn Sie die jüngsten Wirtschaftsnachrichten verfolgt haben, wird Ihnen der Mangel an Containern weltweit aufgefallen sein, der durch eine Zwischenlagerung in Oelingen nur noch schlimmer werden würde.

Ein totes Pferd kann man nicht reiten.

Und jetzt statt dessen einen Agrarhafen realisieren zu wollen, grenzt an unverantwortlicher Trotzigkeit.

 

PS: Sie können meine Meinung veröffentlichen, allerdings ohne meinen Namen zu nennen.


Guten Tag,

 

als ehemaliger Bewohner der Gemeinde Ostercappeln las ich Ihre Stellungnahme zum Thema Containerhafen in Bohmte mit sehr großem Interesse, wobei ich die Gesamtsituation seit ihren Anfängen beobachte.

 

Als rational denkender Mensch und Steuerzahler möchte man ja quasi aus der Haut fahren.

 

Gedenken Sie, rechtliche Schritte einzuleiten? Es muss doch möglich sein, von den Verantwortlichen zumindest Antworten zu erhalten bzw. gewisse Leute zur Verantwortung zu ziehen!?

 

Bleiben Sie bitte am Ball und standhaft!

 

Es grüßt Sie freundlich

 

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Kommentare: 3
  • #1

    K-L.G. (Sonntag, 12 September 2021 21:16)

    Warum muessen Sie diesen Text als Anzeige schalten? Das ist doch genau das Thema, mit dem sich die Presse beschaeftigen sollte. Wurde Ihnen da einen redaktioneller Beitrag verweigert?
    Und wenn die oertliche Presse nicht anbeisst ist das doch erst Recht ein Thema fuer die ueberoertliche oder das Fernsehen.

  • #2

    T. (Montag, 13 September 2021 18:32)

    Tja, alles nicht so einfach.
    Es ist auch schon Wahnsinn, das ein Bebauungsplan aufgestellt werden darf, wo das Lärmkontingent klein gehalten wird, nur um diesen durch zu bekommen. Das nachher die Betreiber diese nicht realistischen Werte einhalten sollen ist schon ein Unding. Ich hätte immer gedacht, das bei solchen Vorhaben wenigstens, wenn verfügbar, vergleichbare Werte angenommen werden müssen und das man sich da nicht einfach frei was ausdenken kann.

    Warten wir mal ab, was uns da noch so alles erwartet in Zukunft.

  • #3

    Braucher (Freitag, 17 September 2021 12:18)

    Wenn das stimmt was Sie da schreiben ist das ein Skandal. Das ist ein Griff in die Öffentlichen Kassen. Warum werden unhaltbare Rechtfertigungen vorgeschützt? Was soll verborgen werden?
    Die spannende Frage ist wer davon profitieren würde. Wer hat Interesse an dem Hafen? Die Agrarlobby? Glaub ich nicht den Schweinemästern geht doch gerade die Luft aus die haben ganz andere Sorgen. Die "Wirtschaft" allgemein? So kurzsichtig in ein veraltetes und klimaschädliches Transportsystem zu investieren ist dort doch auch keiner.
    Mir scheint die Regionalpolitker haben sich da verrannt und wollen ihre Gesichter nicht verlieren. Und haben keine Idee was sie jetzt mit dem für teuer Geld gekauften Flächen anfangen sollen.